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Der einfache Umzug

veröffentlicht am 11. August 2026

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3 Stunden, um das Expeditionsmobil leerzuräumen. Und danach noch einmal 2 Tage, um denselben Inhalt in der Wohnung unterzubringen.

Nach 11 Monaten Dauerreise sind wir für einige Monate wieder in eine feste Wohnung gezogen.

Das Fahrzeug war nicht gerade schnell leer. Erst nach ca. 3 Stunden konnten wir mit der gründlichen Reinigung beginnen. Das Einräumen in der Wohnung dauerte weitere 2 Tage.

Zeit, die im Grunde verloren ist, denn geändert hat sich nur der Ort der Dinge.

Dabei kam mir eine Frage: Geht das nicht einfacher?

Wer so lange reist wie wir, merkt irgendwann, dass eine feste Base sinnvoll ist. Ver- und Entsorgungstage sind oft stressig, Privatsphäre fehlt, und sowohl die Kinder als auch wir freuen uns irgendwann wieder über Räume mit Türen.

Das Problem: In unserem Expeditionsmobil transportieren wir fast alles, was wir besitzen.

Einen kompletten Haushalt.

Töpfe, Pfannen, Thermomix, Drucker, Werkstattausstattung, Kleidung, Bettwäsche, Vorräte und einiges mehr. Insgesamt dürften das ungefähr 2 Tonnen sein.

Der Wechsel zwischen Base und ExMo ist deshalb jedes Mal ein kompletter Umzug.

Würde ich heute neu planen, würde ich diesen Wechsel von Anfang an berücksichtigen und den Stauraum im ExMo und in der Base kompatibel gestalten.

Kistenstandards gibt es genug. Man müsste sich nur für einen entscheiden und die Regale an beiden Orten so bauen, dass dieselben Kisten hineinpassen.

Dann würde man beim Umzug hauptsächlich Kisten tragen.

Die Sachen müssten nicht mehr aus einem Schrank genommen, in Umzugskartons gepackt und später wieder in ein anderes Regal eingeräumt werden.

Die Kiste selbst wäre bereits der Stauraum.

Ich würde sie aus dem ExMo nehmen, in die Wohnung tragen und dort in die passende Aufnahme schieben. Auch ihr Platz wäre bereits festgelegt.

Der offensichtliche Nachteil: Euroboxen sehen eben aus wie Euroboxen.

Praktisch, stabil und optisch eher Lagerhalle.

Ein Bekannter hat das gut gelöst. Er schraubte Möbelfronten auf die Euroboxen. Im eingebauten Zustand wirken sie dadurch wie normale Schubladen.

Die Boxen werden in ein Regal geschoben und rasten mit ihrem unteren Rand in einer passenden Aussparung ein. So bleiben sie während der Fahrt sicher an ihrem Platz.

Zum Herausnehmen hebt man sie vorne leicht an und zieht sie heraus.

Keine sichtbaren Push-Locks, keine Griffmulden und keine zusätzlichen Verschlüsse.

Damit ließe sich ein großer Teil des Aus- und Wiedereinräumens vermeiden - zumindest bei allem, was dauerhaft in diesen Kisten bleibt.

Würde ich heute noch einmal neu bauen, wären Base und Expeditionsmobil deshalb keine zwei getrennten Stauräume.

Sie wären zwei Orte für dieselben Kisten.