
Gas oder Strom?
veröffentlicht am 6. August 2026
- Energie
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Vor unserem Expeditionsmobil hatten wir ein Wohnmobil von der Stange.
Darin war ein Gassensor installiert, den ich eingeschaltet hatte. Schließlich wollte ich sichergehen, dass uns nichts passiert.
Als der Sensor zum ersten Mal mitten in der Nacht Alarm schlug, bin ich fast aus dem Bett gefallen. Das Wohnmobil war schnell evakuiert. Ein Gasleck konnte ich allerdings nicht finden.
Beim zweiten Alarm habe ich niemanden mehr evakuiert.
Und nach dem dritten Fehlalarm habe ich den Sensor ausgeschaltet. In meinem Fall erwies er sich leider als wenig zuverlässig.
Doch von da an fuhr immer ein ungutes Gefühl mit: Was, wenn doch einmal etwas passiert?
Verstärkt wurde dieses Gefühl durch ein Wohnmobil, das ich einmal gesehen hatte. Dort hatte der Absorberkühlschrank ein Loch in die Außenwand gerissen. Zum Glück ging die Explosion nach außen.
Danach bin ich dazu übergegangen, die Gasflasche nachts zuzudrehen. Gleichzeitig habe ich mir geschworen: Sollte ich jemals selbst ein Wohnmobil bauen, dann ohne Gas.
Genau das habe ich gemacht.
In unserem Expeditionsmobil läuft alles mit Strom: Backofen, Spülmaschine, Kaffeemaschine, Herd und Waschmaschine. Und ich kann sagen: Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut.
Gas hat gegenüber Strom allerdings einen entscheidenden Vorteil:
die Kosten.
Ein Elektro-Setup in dieser Größenordnung ist deutlich teurer. Nach meiner Einschätzung kostet es ungefähr das Zehnfache einer vergleichbaren Gaslösung.
Dafür kann ich unseren Strom mithilfe der Sonne fast überall auf der Welt selbst erzeugen. Abgesehen vom Verschleiß der Komponenten entstehen dadurch kaum laufende Energiekosten – vorausgesetzt, ich behandle die Akkus gut.
Und auch das ungute Gefühl, ein potenziell explosionsfähiges Gas an Bord zu haben, ist verschwunden.
Würde ich beim nächsten Mal wieder gasfrei bauen?
Wenn es das Budget erlaubt: ganz klar ja. Denn ich schlafe heute deutlich ruhiger.
ExMo Blueprint