
Der Wert eines Expeditionsmobils
veröffentlicht am 22. Juli 2026
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Warum sind ExMos eigentlich so teuer? Und sind sie es überhaupt wert?
Die kurze Antwort: Bei einem Expeditionsmobil bezahlt man nicht nur die Teile, sondern vor allem Individualität und Funktion.
Würden wir mein ExMo in Einzelteile zerlegen, würden wir kein einzelnes Teil finden, das wirklich wertvoll ist. Batterien, Backofen, Waschmaschine, Klimaanlage. Nichts davon ist für sich genommen extrem teuer.
Das Expeditionsmobil ist ein Ganz-oder-gar-nicht-Produkt. Ich kann anfangen zu bauen, auf halbem Weg abbrechen und werde es dann nicht einmal zum Materialwert verkaufen können. Ganz zu schweigen von der Arbeit, die darin steckt.
Der eigentliche Wert entsteht erst in dem Augenblick, in dem ich es betreten, losfahren und nutzen kann: schlüsselfertig. In jedem Zustand davor ist es nur eine teure Hobbybaustelle, die mehr kostet, als sie einbringen könnte.
Ein Beispiel: An direkten Ausgaben hatte ich „nur“ etwas mehr als 200.000 Euro. Dazu kamen allerdings 3.800 Arbeitsstunden. Und genau diese verschieben den Wert meines ExMos auf der Skala weiter nach rechts.
Nicht nur die Materialkosten hauen rein, sondern vor allem die Arbeit, die investiert werden muss. Ob es das wert ist, hängt davon ab, ob man diese Stunden selbst investieren will, oder dafür bezahlen muss.
Und wofür geht die ganze Arbeitszeit drauf?
Nun, das ist der Preis für Individualität. Es gibt nichts von der Stange. Keine Pläne, die fertig in einer Schublade liegen. Keinen ExMo-Baumarkt, in dem es fertige Plug-and-play-Bausätze gibt. Es ist also ein Spielplatz, auf dem man sich kreativ so richtig austoben kann.
Und die oben erwähnten 3.800 Arbeitsstunden betreffen nur die reine Ausführung. Die etwa 1.000 Stunden, die ich in Planung und Organisation gesteckt habe, habe ich dabei noch nicht einmal mitgezählt.
Am Ende kauft man nicht nur ein Fahrzeug, sondern vor allem die Zeit, die nötig ist, bis es zuverlässig nutzbar ist.
ExMo Blueprint